Getränkeberatung

Rehkeule aus dem Ofen mit Cockburn’s 2002 Vintage

Auf dem Brett liegt eine Rehkeule, rosa aus dem Ofen und zwanzig Minuten unter Folie geruht, darunter die Zwiebel, Karotte und Staudensellerie, auf denen sie gebraten wurde. Dagegen setzt der Portwein einen Vintage aus 2002, dessen Tannine vom Fleischeiweiß aufgefangen werden.

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Aus dem Regal

Die Flasche

Cockburn’s ist ein Portweinhaus von 1815 mit Weinbergen im Douro. Dies ist ein Vintage aus 2002: Port aus den Trauben eines einzigen Jahres. Laut Instituto dos Vinhos do Douro e do Porto wird ein Vintage zwei bis drei Jahre nach der Ernte abgefüllt und reift danach auf der Flasche, nicht im Holz, zehn bis fünfzig Jahre lang. Die Flasche hat 20 Prozent Alkohol und fasst 75 Zentiliter. Da die Reifung auf der Flasche stattfindet, hinterlässt dieser Stil im Lauf der Jahre Depot, und das Institut empfiehlt, alte Vintages zu dekantieren.

Cockburn’s 2002 Vintage

Die Kombination

Warum das zusammenpasst

Reh ist dunkles Wild mit sehr wenig eigenem Fett und viel Eiweiß, und genau das trägt diese Kombination. Tannin bindet sich an prolinreiche Eiweiße im Speichel und lässt diese verklumpen, sodass der Speichel nicht mehr schmiert und sich der Mund trocken anfühlt; Zanchi und Kollegen haben diesen Mechanismus beschrieben. Ein auf der Flasche gereifter Vintage hat dieses Tannin noch kräftig in sich, und das Eiweiß des Fleisches bindet einen Teil davon auf der Zunge, sodass das Glas rund statt zusammenziehend ankommt. Zugleich ist Rehfleisch mager, und dabei hilft ein Port mit zwanzig Prozent und Restzucker: Das Glas bringt die Feuchtigkeit und die Rundheit, die dem Teller fehlen. Die Zwiebel und die Karotte, die unter der Keule mitbraten, werden süß und fast karamellartig, und diese Süße läuft mit der dunklen Frucht im Glas mit.

Am Tisch

Das Gericht

  • Für 4 Personen
  • Fertig in 2 Stunden und 40 Minuten
  • Art Hauptgericht

Was Sie brauchen

  • 1 Rehkeule von etwa 1,2 kg
  • 1 Teelöffel Meersalz
  • 3 Zwiebeln, in Ringen
  • 2 Stangen Staudensellerie, in Scheiben
  • 750 g Karotten, in groben Stücken
  • gemahlener schwarzer Pfeffer

So gelingt es

  1. Nehmen Sie die Rehkeule aus der Verpackung, tupfen Sie sie trocken und lassen Sie sie mindestens eine Stunde Raumtemperatur annehmen.
  2. Den Ofen auf 240 Grad vorheizen, oder auf 220 Grad Heißluft.
  3. Die Keule mit dem Meersalz und Pfeffer bestreuen.
  4. Zwiebel, Karotte und Staudensellerie in eine tiefe Bratenpfanne legen.
  5. Legen Sie die Keule darauf und braten Sie sie 25 Minuten.
  6. Stellen Sie den Ofen wieder auf 180 Grad bzw. 160 Grad Umluft und braten Sie die Keule noch 55 bis 60 Minuten.
  7. Das Fleisch aus dem Ofen nehmen, sobald die Kerntemperatur 53 Grad beträgt, und auf ein Schneidebrett legen.
  8. Den Braten mit Folie abdecken und mindestens 20 Minuten ruhen lassen; die Kerntemperatur steigt dann noch auf etwa 58 Grad. In dünne Scheiben schneiden und das Gemüse mit dem Bratensaft dazu reichen.

Im Glas

Ausschenken

Servieren Sie diesen Vintage bei 12 bis 16 Grad. Die Flasche einen Tag aufrecht stellen, damit das Sediment auf den Boden sinkt, und sie dann in einem ruhigen, gleichmäßigen Strahl in eine Karaffe gießen, bis Sie das Sediment im Hals kommen sehen. Verwenden Sie ein tulpenförmiges Glas und füllen Sie es nicht mehr als zu einem Drittel. Eine geöffnete Flasche Vintage hält sich laut Institut nur ein bis zwei Tage, öffnen Sie sie also an dem Tag, an dem Sie sie servieren.

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